FELGENHÖHE
bei Rennrädern

Welchen Einfluss hat die Felgenhöhe?

Die Felgenhöhe hat im Rennradfahren einen beträchtlichen Einfluss auf die Aerodynamik, die Wendigkeit sowie auf das Gewicht des Laufrads. Generell kann vom Grundsatz ausgegangen werden: Je höher die Felge, desto grösser der aerodynamische Vorteil; je tiefer die Felge, desto agiler und wendiger das Fahrverhalten bei Kurven und Tempowechseln. Mittelhohe Felgenprofile bieten Kompromisse in der Aerodynamik, Agilität und Wendigkeit.

 

 

HOCHPROFIL-FELGE (> 45 mm)

Einsatzgebiet:

•    Ideal für flache bis leicht wellige Strecken
•    Ideal für Zeitfahrrennen und Triathlonwettkämpfe

 

Vorteil

•    Moderne, aerodynamisch optimierte Felgenprofile können bei bestimmten Seitenwindbedingungen den sogenannten Segeleffekt erzeugen. Der Segeleffekt sorgt dafür, dass weniger Energie für den Vortrieb eingesetzt werden muss.
•    Aerodynamischer Vorteil: Durch die höhere Profilform kann das Strömungsverhalten so optimiert werden, dass es bei seitlicher Anströmung später zu einem Strömungsabriss kommt und somit der aerodynamische Vorteil besser genutzt werden kann.

 

Nachteil

•    Höheres Gewicht aufgrund zusätzlichem Felgenmaterial.
•    Trägeres Beschleunigungsverhalten durch das höhere Felgengewicht, weshalb mehr Energie aufgewendet werden muss.
•    Windanfällig durch die grosse Angriffsfläche bei starkem oder böigem Seitenwind.

 

TIEFPROFIL FELGE (< 45 mm)

Einsatzgebiet:
•    Ideal für bergige Strecken
•    Ideal für Rennen mit häufigen Rhythmuswechseln

Vorteil

•    Leichteres Gewicht aufgrund geringem Felgenmaterial.
•    Kontrollierbar und weniger windanfällig aufgrund geringerer Angriffsfläche.
•    Agiles Lenkverhalten für enge Kurven.
•    Schnelles und direktes Beschleunigungsverhalten durch leichteres Felgengewicht.

 

Nachteil

•    Geringerer aerodynamischer Vorteil aufgrund des frühen Windabrisses an der tiefen Felge (Segeleffekt weniger nutzbar).